Aktuelles zu Kapitalanlagen

Die Neuregulierung geschlossener Fonds

Um die Regulierung geschlossener Fonds umzusetzen, wurde jetzt im Deutschen Bundestag das AIFM Umsetzungsgesetz beschlossen. Mit diesem Gesetz können nun Verwalter alternativer Investmentfonds besser überwacht werden, um die Sicherheit für Anleger zu erhöhen.

Die Regulierung im Detail

geschlossene fonds

Fondsinitiatoren, die künftig geschlossene Beteiligungen platzieren wollen, müssen hierfür bis zum 21. Juli 2014 bei der BaFin, der Bundesaufsicht für Finanzen, eine entsprechende Zulassung beantragen. Zugelassen werden nur Anbieter, die über die entsprechenden Qualifikationen und Zuverlässigkeit verfügen und damit gewährleisten können, dass die von ihnen aufgelegten Fonds ebenfalls den Qualitätsanforderungen genügen. Lediglich bei Fonds, die weniger als 100 Millionen Euro verwalten, wird auf eine solche Zulassung verzichtet. Unabhängig vom Fondsvermögen gilt weiterhin eine Mindesteinlage von 20.000 Euro, sollte der geschlossene Fonds in nur einen einzigen Vermögenswert investieren. Dies gilt beispielsweise für geschlossene Immobilienfonds sowie Schiffsfonds. Zusätzlich wird die Fremdkapitalquote auf 60 Prozent begrenzt, um hohe Risiken durch Fremdfinanzierungen zu vermeiden. Eine Änderung der Anlagebedingungen des Fonds ist künftig ebenfalls nur noch dann möglich, wenn mindestens 75 Prozent aller Anleger diesen Änderungen zustimmen.

Anleger sollten die Angebote vergleichen

Da noch immer nicht alle geschlossenen Fonds der staatlichen Aufsicht unterliegen, sollten Anleger selbst die Initiative ergreifen, um eventuell vorhandene Warnsignale zu erkennen. So ist es zum einen wichtig, dass der Initiator einen vollständigen Fondsprospekt vorweisen kann, der unter anderem Auskunft über das über die Objekte gibt, in die investiert wird. Auch Angaben zur möglichen Rendite sowie zu den Risiken sind wichtig, um sich einen Überblick über das Investment verschaffen zu können. Vorsicht ist hierbei vor Renditen von mehr als acht Prozent pro Jahr gegeben, denn diese Renditen können oft nur mit hohen Risiken erzielt werden oder sind gar unrealistisch. Auch hohe Verwaltungsgebühren und Vertriebskosten sollten zur Vorsicht mahnen.Sinnvoll ist es daher, einen Anbieter zu wählen, der bereits seit Jahren aktiv am Markt vertreten ist und bereits zahlreiche Fonds der jeweiligen Kategorie aufgelegt hat. Diese langjährige Erfahrung kann Anleger vor Fehlinvestitionen schützen und damit das angelegte Kapital sichern.

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