Hedge-Fonds rücken in das Interesse der Öffentlichkeit

Mit der Erkenntnis vieler Privatanleger, dass die hohen Renditen der letzten 5 Jahre kurz- und mittelfristig nicht mehr zu erzielen sind, wächst das Interesse an Alternativen Investments und Hedge-Fonds. Während noch vor 15 Jahren die gesamte Hedge-Fonds Industrie über ca. 50 Mrd. US$ an Anlagekapital verfügte, beträgt das von Hedge-Fonds verwaltete Volumen mittlerweile rund 2.000 Mrd. US$. Heute stehen knapp 10.000 unterschiedliche Angebote zur Verfügung, vor 20 Jahren erst 1.400.

Noch immer gibt es viele Bedenken, Ängste und Vorurteile gegenüber Hedge-Fonds. So ließ zum Beispiel die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz verlauten, dass Hedge-Fonds für den auf Sicherheit bedachten Durchschnittsanleger nicht geeignet seien. Die Meinung, dass Hedge-Fonds im Allgemeinen schlichtweg spekulativ und ihre Manager skrupellos seien, basiert auf typischen Vorurteilen.

Von März 2000 bis September 2002 musste der S&P 500 einen Wertverlust von 45 Prozent verzeichnen, der Nasdaq-Index hatte fast 75% verloren. Im Gegensatz dazu konnten Anleger im gleichen Zeitraum eine deutlich positive Rendite mit Hedgefonds verbuchen. Eine Anlage in die apano Protected Strategie bietet sogar eine Kapitalgarantie zum Laufzeitende und brachte im gleichen Zeitraum einen Wertzuwachs von insgesamt knapp 57%.

Nach vielen Jahren nunmehr wieder steigender Aktienmärkte weiß niemand genau, wie sich die Verhältnisse an den Kapitalmärkten im Jahr 2008 und darüber hinaus entwickeln werden. Eine weltweit etablierte Anlageklasse, die die ganze Anlagewelt nutzen und sich flexibel neuen Herausforderungen angleichen kann, sind Hedge-Fonds. Gerade institutionelle – aber auch immer mehr private – Anleger haben die zahlreichen Vorteile erkannt und machen sie sich durch eine Investition in diese Anlageklasse zu nutze.

Denn viele aktiv gemanagte Hedgefonds-Strategien entwickeln sich weitgehend unabhängig vom allgemeinen Marktgeschehen und weisen zu Aktien- und Anleihenmärkten oft eine geringe und in Zeiten rückläufiger Aktienmärkte eine eher negative Korrelation zum Gesamtmarkt auf. So ist eine aktienmarktunabhängige Wertentwicklung gerade in schwierigen Börsenjahren möglich.

Hedge-Fonds spielen auch in den Stiftungsfonds amerikanischer Elite-Universitäten eine wichtige Rolle. Sie gelten als Vorbild für stabile und hohe Renditen bei gleichzeitig geringen Schwankungen. Wie kann ein Hedgefonds Investment als riskanter eingestuft werden als Aktien-Anlagen wie der DAX oder S&P 500, die in schlechten Zeiten 50% oder gar 75% verlieren? Immer wieder wird dann die Pleite des LTCM-Fonds ins Feld geführt. Was ist von den periodisch auftretenden Horror-Geschichten über Hedge-Fonds zu halten? Was ist dran an der Aussage, dass einige Hedge-Fonds kollabieren auf Grund von Betrug, schlechtem Risikomanagement oder unzureichender Strategien?

Man muss vorsichtig sein, wenn man versucht, von der Präsenz eines Vorfalls in den Medien auf die tatsächliche Häufigkeit von kollabierten Hedge-Fonds-Produkten zu schließen. Die Pleite einzelner Hedge-Fonds wird in den Medien übertrieben häufig dargestellt, weil solche Vorfälle schlichtweg selten sind. Es ist nicht ratsam, den Untergang eines Hedge-Fonds unter Tausenden außer Acht zu lassen, genauso wie Sie nicht auf eine Feuerversicherung verzichten sollten, nur weil die Wahrscheinlichkeit eines Brandes sehr gering ist.

Eine Versicherung gegen ein Hedge-Fonds-Desaster kann zum einen eine entsprechende Hedge-Fonds-Strategie mit Kapitalgarantie oder ein breit diversifizierter Dach-Hedge-Fonds sein.

Weltaktien: MSCI World Total Return Index (gehedged in USD). HFRI: HFRI Fund of Fund Index. Quelle: Man-Datenbank, Bloomberg.