Event Driven als Anlageform nutzen und von hohen Renditechancen profitieren

Event Driven

Hedgefonds stellen eine Anlageform mit hohen Renditechancen dar, die sich innerhalb ihrer jeweiligen Strategien stark voneinander unterscheiden. Der interessierte Anleger sollte sich vor diesem Hintergrund umfassend mit den verschiedenen Stilen und Strategien der jeweiligen Fondsmanager beschäftigten, um sich ein eigenständiges Bild darüber zu machen, inwieweit die individuelle Methode zu den Anlagewünschen passt.

Die so genannte Event Driven Strategie basiert auf der Erkenntnis, dass extreme und ungewöhnliche Ereignisse bei Unternehmen meist deutliche Auswirkungen auf deren Aktienkurse mit sich bringen. Die Strategie versucht, solche Effekte zu nutzen, unabhängig davon, ob diese positiv oder negativ für das jeweilige Unternehmen sind. Werden bestimmte Informationen über die Interna solcher Firmen bekannt, oder lassen sich entsprechende Entwicklungen anderweitig erkennen, so versucht die Event Driven Strategie dies für sich zu nutzen.

Im Regelfall können Informationen über bestimmte Strukturveränderungen, Fusionen, Übernahmen oder auch Insolvenzgefahren umfassend genutzt werden, um durch Prognosen über die zu erwartenden Kursveränderungen Gewinne zu erzielen. Eine spezielle Form dieser Strategie besteht in der Investition in so genannte distressed securities.

Hierbei werden Aktien oder Schuldtitel von Unternehmen gekauft, die sich in einer bedenklichen Finanzlage befinden. Ein Bekanntwerden solcher Informationen führt zu einem verstärkten Abverkauf bestehender Aktienpotentiale, mit dem Ergebnis, dass die Kurse stark sinken. An dieser Stelle setzt die Strategie ein und kauft die entsprechenden Werte zu niedrigen Preisen ein, wenn zu erwarten steht, dass es zu einer Rettung des Unternehmens kommen wird.

Geschieht dies tatsächlich, so ist die Folge, dass die Aktienkurse in der Regel in beträchtlichem Umfang steigen, so dass an dieser Stelle hohe Gewinne erzielt werden können. Diese Variante der Event Driven Strategie wird als Distressed Investment bezeichnet. Zu berücksichtigen ist hierbei, dass häufig nur einzelne Unternehmensteile saniert oder gerettet werden, während andere aufgegeben werden. Hier liegt es in der Verantwortung und dem Geschick des einzelnen Fondsmanagers, durch eine möglichst breite Streuung das Risiko zu vermindern.

Eine weitere Variante stellt das Merger Arbitrage in diesem Zusammenhang dar. Hier geht es um spezielle Effekte am Aktienmarkt, die durch die Ankündigung und die Durchführung von Übernahmen einzelner Unternehmen entstehen. Während in einem solchen Fall die Werte des Übernahmekandidaten in der Regel steigen, sinken diejenigen des übernehmenden Unternehmens, zumindest kurzfristig, ab. Erhält der Fondsmanager zu einem frühen Zeitpunkt Kenntnis von entsprechenden Aktivitäten, so kann er beide Aktienpositionen in geschickter Weise nutzen, um hierdurch überdurchschnittliche Gewinne zu erzielen.

Insgesamt erbringt die Event Driven Strategie die Chance auf außergewöhnliche Gewinne, da die zu Grunde liegenden Kursveränderungen bei Weitem über normale Entwicklungen hinaus gehen. Allerdings ist diese Anlageform nicht frei von Risiken. Der letztendliche Ausgang von schwierigen Situationen in Unternehmen bleibt in vielen Fällen auch dann ungewiss, wenn umfangreiche Insider-Informationen zur Verfügung stehen.

Hier kommt es vor allem darauf an, dass eine breite Streuung des Risikos vorgenommen wird, da es in der Natur der Sache liegt, dass ein bestimmter Anteil der eingegangenen Engagements nicht erwartungsgemäß verläuft. Weiterhin ist es erforderlich, dass dem Management verlässliche Informationen zur Verfügung stehen, an die sie zu einem möglichst frühen Zeitpunkt gelangen können.

Diese Informationen zutreffend interpretieren zu können stellt eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Gesamtverlauf im Rahmen der Event Driven Strategie dar.